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BERUFSAUSBILDUNG

Viele Schüler träumen davon, die Schulzeit hinter sich zu lassen, in die Berufswelt einzusteigen, unabhängig zu sein und auf eigenen Beinen zu stehen. Aber die meisten wissen gar nicht, wo sie später eigentlich arbeiten möchten oder welche Art von Ausbildung sie machen wollen. Fakt ist: es gibt viele Wege.

 

Duale Ausbildung

Die duale Ausbildung ist die wohl bekannteste Ausbildungsart in Deutschland. Während dieser wechseln sich Theorie und Praxis ab. Das bedeutet: Du arbeitest in einem Ausbildungsbetrieb und besuchst zusätzlich die Berufsschule.

 

Eine duale Ausbildung besteht immer sowohl aus Praxis- als auch aus Theoriephasen! Der Praxisteil findet im Ausbildungsbetrieb statt. Je nach Größe des Unternehmens durchläuft man die verschiedenen Abteilungen und wird in unterschiedliche Aufgabenbereiche eingearbeitet. In der Berufsschule werden sowohl für die Ausbildung relevante als auch allgemeinbildende Fächer – wie Deutsch oder Sport – unterrichtet.

 

Bevor Du eine duale Berufsausbildung beginnen kannst, musst Du Dich zunächst bei einem Betrieb um eine Stelle als Auszubildender bewerben. Auch wenn offiziell keine Abschlüsse für bestimmte Ausbildungsplätze vorgegeben werden, setzen viele Betriebe Schulabschlüsse voraus. Wer beispielsweise eine kaufmännische Ausbildung anstrebt, sollte daher einen mittleren Schulabschluss sowie gute Noten in Deutsch und Mathematik vorweisen können.

Die Vergütung in der Ausbildung liegt in der Regel zwischen 500 und 750 Euro pro Monat und steigt mit jedem Ausbildungsjahr. Das genaue Ausbildungsgehalt hängt vom Ausbildungsberuf, dem Unternehmen und der Branche ab.

 

Schulische Ausbildung

 

Neben der dualen Ausbildung gibt es noch die schulische Ausbildung, die in einer Berufsfachschule stattfindet. Sie findet ausschließlich in Form von Vollzeitunterricht statt. Insbesondere Berufe im Wirtschaftszweig, dem technischen Zweig aber auch dem Gesundheits- und Sozialbereich sind oft als schulische Ausbildung ausgelegt.

 

Sogar wenn Du Dich für eine schulische Ausbildung entscheidest, gibt es natürlich Möglichkeiten praktische Erfahrung zu sammeln. Um dafür zu sorgen, dass die Ausbildung praxisnah abläuft, finden regelmäßig betriebliche Praktika statt. Diese Praktika werden entweder blockweise eingeschoben oder mit dem Berufsschulalltag kombiniert.

 

Wer sich für eine schulische Berufsausbildung entscheidet, muss ähnlich wie bei einem Studium auf ein Gehalt verzichten oder sogar eine Schulgebühr bezahlen. Es gibt jedoch Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung. Die gängigsten Formen dieser sind BAB und BAföG – darauf hat allerdings nicht jeder Anspruch und der Betrag, der monatlich ausgezahlt wird, wird individuell auf Deine Bedürfnisse angepasst.

 

Duales Studium

 

Im dualen Studium kannst Du Praxiserfahrungen in einem Ausbildungsbetrieb mit einem Hochschulabschluss kombinieren – allerdings benötigst Du dafür das (Fach-)Abitur.

 

Es gibt zwei Arten des dualen Studiums: das ausbildungsintegrierte und das praxisintegrierte duale Studium. Bei beiden Varianten werden theoretische Grundlagen in der Universität sowie praktische Erfahrungen in einem Betrieb vermittelt – Du studierst also an einer Hochschule parallel zu deiner Ausbildung im Unternehmen.

 

Ein duales Studium ist vergütet, sogar oft höher als eine klassische duale Ausbildung. Zudem ist es oft so, dass das Unternehmen, bei dem Du deinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hast, auch Deine Studiengebühren übernimmt.

Bei Fragen rund um das Thema Berufsausbildung bitten wir Euch, uns per Email zu kontaktieren (gbv.in.bayern@hotmail.com).